Alles unter einen Hut - Ressourcenmanagement im Landschaftsbau

von Andreas Deselaers, 20.12.2017

Wer macht wann was? Das ist die allgegenwärtliche Frage, die im täglichen Bauablauf gestellt wird. Die richtige Antwort ist für die Qualität der Zusammenarbeit von Bauherr, Architekt und Lieferant sowie dem ausführenden Unternehmen enorm wichtig.  

Damit wir als Landschaftsbauunternehmen immer wissen wer welche Aufgaben wann zu erledigen hat, planen wir täglich unsere Ressourcen aufs Neue. Wahrscheinlich denken Sie bei Ressourcen direkt an Erdöl oder Bodenschätze. Doch die Ressourcen im Landschaftsbau stellen unsere Mitarbeiter, Maschinen und Geräte, der Platz auf der Baustelle sowie Baustoffe und Pflanzen dar. Das Ziel bei einem geplanten Einsatz der Ressourcen ist ein effizienter Bauablauf.  

Wie das Management unserer Ressourcen genau aussieht, möchte ich Ihnen im Folgenden etwas näher bringen.

Zu jedem Baubeginn werden alle Ressourcen auf ihre Verfügbarkeit geprüft. Denn oft sind einige Ressourcen nicht sofort verfügbar oder können, wie z.B. Pflanzen, nur zu bestimmten Jahreszeiten abgerufen werden. Der Baufortschritt auf der Baustelle kann dabei auch eine wichtige Ressource darstellen. Hier stellen wir uns die Fragen, ab wann auf die Leistungen der Vorgewerke aufgebaut werden kann und wann wir wieder Platz auf der Baustelle haben. Für eine optimale Planung, besonders vor dem Baubeginn, überprüfen wir, im Rahmen einer wöchentlich stattfindenden Bauleiterbesprechung sowie in den täglichen Gesprächen mit den Baustellenleitern, alle Ressourcen. Nach der Abstimmung mit allen Beteiligten wird dann auf Basis dieser Informationen ein Bauzeitenplan erstellt. Die gemeinsame Abstimmung über den Ressourceneinsatz hat den positiven Effekt, dass anhand des Plans jeder weiß wann er wo eingeteilt ist und was er machen muss.  

Natürlich geht auch mit einer reibungslosen Planung nicht immer alles glatt. Wir sind allerdings davon überzeugt, dass nur Derjenige, der seine Ressourcen richtig kennt, flexibel reagieren kann. Denn letztendlich führt genau das zu einem erfolgreichen Projektabschluss.

Text: Lena Knappmann

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