Das Baustellenaufmaß - wirtschaftlich aufmessen und problemlos abrechnen

von Christopher Kuhl, 07.06.2017

Neben der Arbeitsvorbereitung und der Steuerung des Bauablaufes ist die Abrechnung eine der Hauptaufgaben in der Bauleitung. Bei der Abrechnung kommt es immer wieder zu Unstimmigkeiten zwischen dem Bauherren bzw. dem prüfenden Architekten und dem Unternehmen. Diese Unstimmigkeiten können das Verhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer belasten und kosten sowohl Zeit als auch Geld. Auch aufgrund der immer stärker voranschreitenden Technisierung und Digitalisierung des Bauablaufes, durch z. B GPS gesteuerte Maschinen und der damit verbundenen immer höheren Tagesleistung, bekommt das Thema Aufmaß eine immer größere Bedeutung. Doch wie können Projekte so aufgemessen und abgerechnet werden, dass die Rechnung bzw. das Aufmaß prüfbar ist und keine erbrachte Leistung verloren geht? Welchen Vorteil kann hierbei die voranschreitende Digitalisieung im Vermessungswesen bringen?
Die Dokumentation der Bauleistungen besteht neben Lieferscheinen und Tagesberichten vor allem aus nachvollziehbaren Aufmaßen. Vor allem bei Leistungen die bei voranschreitendem Baufortschritt nicht mehr sichtbar sind, sind Zwischenaufmaße unverzichtbar. Doch wäre es unwirtschaftlich, arbeitstäglich einen Vermesser bzw. den Bauleiter zum aufmessen auf die Baustelle zu schicken. Folglich müssen diese Aufmaße von der Baustellenleitung vor Ort  erstellt werden. Altbekannte Aufmaßmethoden mit Laufrad, Bandmaß und Nivilliergerät sind hier möglich. Jedoch haben diese entscheidende Nachteile. Sie liefern oftmals eine ungenügende Genauigkeit und benötigen sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Übertragung im Büro viel Zeit. Als Alternative setzt KNAPPMANN hier einen Roverstab ein. Der Baustellenleiter kann hiermit z. B. Fundamente, Suchgräben für Kabel, Abtragsprofile für Winkelteilmauern oder jegliche andere Teilleistung, zeitsparend und GPS unterstützt, aufmessen. Die einzelnen Aufmaße werden gespeichert und in regelmäßigen Abständen an  das  Büro übermittelt. Hier werden diese Aufmaße mit Hilfe der GPS-Koordinaten in einer Zeichendatei zusammengefügt und Leistungspositionen zugeordnet. Dies spart nicht nur Zeit und Geld sondern auch Nerven bei allen Beteiligten.
Eine lückenlose und prüfbare Abrechnung bedarf der Mitwirkung aller am Baufortschritt verantwortlichen Beteiligten. Hierbei spielt die Zusammenarbeit zwischen Baustelle und Büro eine große Rolle. Der Einsatz digitaler Techniken vermindert das Fehlerpotential und erhöht die Wirtschaftlichkeit. Getreu dem Motto: Wo Fortschritt möglich ist, bedeutet Stillstand Rückschritt!

Text: Lena Knappmann

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