Die digitale Baustelle - Einführung in eine neue Blogreihe

von Christopher Kuhl, 30.01.2019

Die Digitalisierung hält Einzug in alle Bereiche des Lebens, auch die Baubranche ist davon betroffen und kann sich nicht dagegen sperren. Die Baubranche ist neben der Landwirtschaft und Fischerei immernoch einer der am wenigsten digitalisierten Branchen in Deutschland, obwohl mittlerweile viele Unternehmer die Wichtigkeit des digitalen Fortschritts erkennen. Doch welche der zu Verfügung stehenden digitalen Möglichkeiten bringen uns weiter? Welche müssen noch verbessert werden und welche sind in naher Zukunft existenziell wichtig, um weiterhin erfolgreich wirtschaften zu können? Diese und weitere Fragen versuchen wir in unserer 8-teiligen Blogreihe zum Thema "Digitale Baustelle" - oder besser "Digitale Baubranche" - zu beantworten

Digitalisierung was ist das eigentlich?

„Der Begriff Digitalisierung bezeichnet im ursprünglichen Sinn das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate. Die so gewonnenen Daten lassen sich informationstechnisch verarbeiten, ein Prinzip, das allen Erscheinungsformen der Digitalen Revolution (die heute zumeist gemeint ist, wenn von Digitalisierung die Rede ist) im Wirtschafts-, Gesellschafts-, Arbeits- und Privatleben zugrunde liegt.Die Digitalisierung als Erstellung digitaler Repräsentationen hat den Zweck, Informationen digital zu speichern und für die elektronische Datenverarbeitung verfügbar zu machen.“  

Auf die Baubranche übertragen kann die Digitalisierung in zwei Bereiche unterteilt werden.

  • Digitaliseirung auf der Baustelle
  • Digitalisierung im Büro

Wobei außer frage steht, dass die Übergänge fließend sind und das oftmals die Digitaliesierung nur gleichzeitig Sinn macht.  

Auf der Baustelle bestehen die größten Chancen der Digitalisierung im digitalen und elektronisch gestützten Aufmessen und der digitalen Maschinensteuerung. Besonders für Mitarbeiter auf der Baustelle ist die digitale Zeiterfassung, das digitale Bautagebuch oder der auf dem Tablet vorliegende Bauzeitenplan, mit der Möglichkeit der regelmäßigen Anpassung, ein nützliches Werkzeug.  

Im Büro kann die Digitalisierung beispielsweise in der Abrechnung, der Erstellung digitaler Projektdokumentationen für Auftraggeber, der digitalen Zeiterfassung und Bautagesberichte, sowie der allgemeinen digitalen Kommunikation im Büro, genutzt werden. So lassen sich unter anderem Zeit und Ressourcen schonen bzw. gezielter einsetzen.  

Das  zukünftig weitere Möglichkeiten hinzukommen und die vorhandenen Möglichkeisten weiter entwickelt werden ist sicher. Hier sind allen voran BIM (Building Information Modeling) - zu deutsch: Bauwerksdatenmodellierung - und die Weiterentwicklung der digitalen Maschinensteuerung  zu nennen. Die Bereitschaft sich der digitalen Welt zu stellen ist Vorraussetzung für eine langfristige Intigrität im Unternehmen In der Digitalisierung liegt die Zukunft. Doch Digitalisierung nur des digitalisierens wegen ist nicht zielführend.

Es muss also vorab analysiert werden, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wo dabei Stärken und Schwächen liegen. Nur so lassen sich Prozesse entwickeln und integrieren, die den Erfolg des Unternehmens vorantreiben und nebenbei den Austausch mit Auftraggebern vereinfachen und fördern. Dies werden wir in den nächsten Blogs zu diesem Thema genauer erläutern und beschreiben. Seien Sie gespannt.

Text: Christophr Kuhl / Bild: AdobeStock

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