Ergebnisorientiert führen

von Peter Knappmann, 02.05.2019

Harte Arbeit, Anstrengung und Stress werden von unserem Umfeld oftmals als selbstverständlich wahrgenommen. Dagegen werden Erzählungen von Erfolgen bzw. Ergebnissen als Angeberei oder Selbstlob verstanden. Das liegt daran, dass wir Menschen eher input- als outputorientiert sind.

Manager weisen ein durchgängiges Muster im Denken und Handeln auf – die Ausrichtung auf Ergebnisse. Denn grundsätzlich beinhaltet das Management den Beruf des Erzielens von Ergebnissen. Dabei erzählen wirksame Manager nicht wie hart sie arbeiten, sondern sie fragen nach der harten Arbeit welche Ergebnisse erzielt wurden.

Die Unterscheidung der verschiedenen Arten von Ergebnissen nehmen die oft vorgeworfene Brutalität, Härte oder Unmenschlichkeit aus dem Prinzip. Denn auch Schulen, Krankenhäuser oder Vereine müssen Ergebnisse erzielen wie Wirtschaftsunternehmen. Die Unterscheidung liegt in der Art der Resultate, die erzielt werden müssen. Somit gibt es Ergebnisse, die mit Menschen zusammenhängen oder auch Ergebnisse, die sich auf Geld beziehen. Allerdings werden in beiden Fällen auch verfehlte Ziele als Ergebnisse gezählt.

Die Ergebnisorientierung an sich ist kein Führungsstil. Das Prinzip der Resultatorientierung gilt für das Management und nicht für das allgemeine Leben. Der Grundsatz, der Inhalt, die Aussage und die Gültigkeit des Prinzips sind nicht betroffen. Beispielsweise kann jemand leidenschaftlich Skifahren, ohne an einem Wettkampf teilzunehmen und es auf das Gewinnen anzulegen. Somit kann das Prinzip der Ergebnisorientierung durch einen autoritären oder durch einen kooperativen Führungsstil angewandt werden.

„Arbeit soll Freude machen.“ – Diese Aussage fokussiert viel zu sehr auf die Arbeit statt auf die Leistung. Letztendlich sollen doch die Ergebnisse Freude machen. Weitergehend führt die Fokussierung auf die Ergebnisse zur Konzentration auf die Wirksamkeit und führt zur Freude an der Wirksamkeit.

Ihre Aufgabe als Führungskraft ist es, Ihren Mitarbeitern Freude an der Effektivität zu vermitteln. Letztendlich führt das Erzielen von Resultaten zu Freude, Stolz und vor allem Sinn sowie es das Denken und Handeln auf die Belange der Organisation ausrichtet.    

Text: Lena Knappmann / Bild: AdobeStock

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