Kompost kommt von Komposition

von Franziska Hübner, 14.11.2018

... behaupten einige Gärtner.

Über dieses Zitat bin ich während der Vorbereitung meines Blogposts gestolpert. Und die Gärtner haben damit Recht, denn allein die einzelnen Zutaten und Beigaben entscheiden über die Qualität eines Komposthaufens.

So entwickeln sich in einem richtig angelegten Komposthaufen Mikroorganismen und verwandeln Blätter und Zweige oder Rasenschnitt in wertvollen Humus. Der Humus ist dabei eine fruchtbare Stufe der Kompostierung und entsteht bei der Verrottung.

Wie Sie Ihren eigenen Komposthaufen richtig herstellen und pflegen, möchte ich Ihnen in diesem Blogpost näherbringen.

Beim klassischen Kompost sammeln Sie Gartenabfälle und alle möglichen Arten von organischem Küchenabfall, wie z.B. Obst, Salat, Eierschalen oder Kaffeefilter, direkt auf dem Gartenboden.

Noch besser platzieren Sie den Komposthaufen unter einem Baum oder einer Hecke, damit dieser nicht vertrocknet. Fällt der Schatten bei Ihrem Komposthaufen komplett aus, verwenden Sie beispielsweise Blätter zur Beschattung, um die Mikroorganismen aktiv zu halten.

Bei der Kompostierung gilt: Je feiner das Ausgangsmaterial, desto schneller entsteht der Kompost.

Zerkleinern Sie daher große Äste und mischen Sie zwischendurch eine Schaufel reifen Kompost unter, um den Prozess zu beschleunigen. Nach drei bis sechs Monaten sollten Sie den Kompost einmal umsetzen und nach etwa einem Jahr ist der Kompost reif. Den reifen Kompost können Sie dann sieben und in Ihren Gartenboden einbringen.

Neben dem klassischen Kompost gibt es noch den offenen Komposter, der aus Holzpaletten gebaut wird. Ein geschlossener Komposthaufen ist ideal für kleinere Gärten, bei dem ein Thermo- oder Schnellkomposter herangezogen wird, indem Sie Ihre Küchenabfälle kompostieren können. Dennoch lässt sich auch hier die Umsetzung des Komposts nicht vermeiden. Denn die regelmäßige Durchmischung Ihres Komposts regt die Verrottung der Abfälle an.

Welche Vorteile ziehen Sie aus einem eigenen Komposthaufen?

Bei der Kompostierung sparen sie Geld für Dünger sowie es Ihnen auch das Geld und die Rückenschmerzen durch das Schleppen von Blumenerde erspart.

Abgesehen von den ausfallenden Müllgebühren wird sogar in vielen Fällen das Aufstellen von Kompostern im Rahmen des Abfallwirtschaftsgesetz belohnt.

Wussten Sie, dass Sie sogar Küchentücher und Zeitungen, solange sie nicht farbig gedruckt sind, für den Kompost geeignet sind? Wie Sie lesen, kann ein eigener Komposthaufen durchaus praktisch sein und dabei ist die Herstellung noch nicht Mals mit viel Arbeit verbunden.

Text: Lena Knappmann / Bild: AdobeStock

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