Rosen im Wandel der Jahreszeiten

von Jürgen Hainichen, 07.03.2018

Der Balkon, die Terrasse oder der Garten – eine Ruheoase geschmückt mit Pflanzen, Blumenbeeten und/oder Bäumen, die zum Entspannen und Verweilen einladen. Im Mai bzw. Juni wird das Bild durch die Blütezeit der Rosen, der Königin der Blumen, verschönert. Diese Schönheit entsteht allerdings nicht von alleine. Denn der Standort, die ideale Bodenbedingungen, die Pflege und der Schnitt beeinflussen die Vitalität und Blütenpracht der Rosen.

„Wann und wie schneide ich meine Rosen richtig und bereite sie auf das Gartenjahr vor, um mich an einer reichen Blütenpracht zu erfreuen?“

Dazu wollen wir Ihnen im Folgenden sechs einfache Schritte bzw. Pflegemaßnahmen verraten:

1.Schnitt im Winter
Bereits im Winter beginnt die Vorbereitung der Rosen für das Gartenjahr. Entfernen Sie alte Bütenstände und kürzen oder entfernen Sie braune sowie beschädigte Triebe. Achten Sie darauf, dass der Rückschnitt nicht zu tief vorgenommen wird, da die Triebe durch Frost zurückfrieren können.

2.Winterschutz
Des Weiteren muss bei Ihren Rosen ein Winterschutz vorgenommen werden. Dazu können Sie die unteren 10-15 cm der Rose mit Erde oder Mulchmaterial, wie Laub oder Reisig, anhäufen und die Rose mit Koniferenzweigen abdecken.

3.Schnitt im Frühjahr
Sobald kein stärkerer Frost mehr zu erwarten ist, sollten Sie sich reibende und nach innen wachsende Triebe der Rose zurückschneiden oder entfernen. Dadurch können die Rosenblätter nach einem Regenfall schneller abtrocknen und es besteht keine große Gefahr mehr durch Pilzerkrankungen. Den Schnitt sollten Sie ca. 5mm über dem Trieb oder der Knospe und schräg zum äußeren Rand der Knospe durchführen. Die Tiefe des Rückschnitts hängt hier von der Art der Rosen ab.

4.Düngung
Während der Gartensaison sollten Sie einen speziellen Rosendünger verwenden. Begleitend dazu können Sie auch einen organischen Dünger, wie z.B. Hornspäne, einsetzen.

5.Krankheiten
Sind Ihre Rosen mit Pilzerkrankungen wie Echter Mehltau (ein weißlicher Belag, den man abwischen kann) oder Sternrußtau (schwarze, runde Flecken) befallen, ist unbedingt zu beachten, dass die befallenen Blätter nicht auf den Kompost, sondern im Restmüll entsorgt werden. Zudem sollten Sie Ihre Rosen bei einer bedeckten Witterung mit einem biologischen Pflanzenschutzmittel behandeln. Dazu sollten Sie sich in Ihrem Gartencenter des Vertrauens beraten lassen.

6.Schädlinge
Sind Ihre Rosen stark mit Schädlingen befallen, können Sie auch hier wieder ein biologisches Pflanzenschutzmittel aus dem Gartencenter einsetzen. Wenn Ihre Rosen nur gering mit Schädlingen befallen sind, reicht es vollkommen aus, wenn Sie die Triebe mit Wasser abwaschen oder zurückschneiden.

Zum Schluss noch einige Insidertipps: Achten Sie beim Neukauf bzw. bei der Auswahl Ihrer Rosen auf eine robuste und pilzresistente Sorte. Bezüglich der Pflanzung verraten wir Ihnen, dass beispielsweise Containerrosen den Vorteil haben, dass Sie ganzjährig gepflanzt werden können. Bei der Pflanzung der Rosen sollten Sie auf einen sonnigen Standort und einen durchlässigen Boden aus Sand und Lehm viel Wert legen. Außerdem sollten Sie beachten, die Rosenwurzeln senkrecht in den Boden einzupflanzen, wobei die Veredlungsstelle ca. 5cm unter dem Bodenniveau liegen sollte. Nach der Blütezeit empfehlen wir, die Blüte auszuputzen bzw. abzuschneiden, was die Blühfreudigkeit erhöht. Abschließend sollten Sie natürlich die vorgenannten sechs Pflegemaßnahmen beachten. Vor allem hier gilt: Vorsicht bei der Arbeit, denn Rosen haben Stacheln!

Text: Lena Knappmann / Bild: AdobeStock

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