Selbstreflexion als Voraussetzung für Veränderungen

von Laura Knappmann, 05.04.2017

Als ich mich vor 2 Jahren dazu entschieden habe in das Familienunternehmen mit einzusteigen, hatte ich zunächst etwas Angst vor der Herausforderung, die dann auf mich zukommen würde. Wie muss ich mich verhalten? Wie werde ich wahrgenommen? Welche Aufgaben sollen zuerst angegangen werden? Einerseits freute ich mich auf die neue Herausforderung, andererseits schreckte ich vor ihr zurück. Auch heute im Unternehmensalltag fällt es mir immer öfter auf, dass neue Strukturen, Prozesse und Tools bei Mitarbeitern (und manchmal auch bei mir) zunächst auf Widerstand stoßen.

Warum fällt es uns so schwer, Veränderungen zu begegnen?


Schon Voltaire (1654-1778) hat gesagt: „Der Mensch liebt den Fortschritt, hasst aber jede Veränderung.“ Das hat den Hintergrund, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und wir Veränderungen meistens zunächst als Bedrohung wahrnehmen. Wir sehnen uns nach Sicherheit und Beständigkeit.

Allerdings wandeln sich die Anforderungen der Arbeitswelt aufgrund verschiedener Trends und einem stetigen Lernprozess. Die Herausforderung ist es die Veränderungen zu erkennen, den Veränderungsbedarf aufzudecken und schlussfolgernd zu handeln.

Die Offenheit und die eigene Flexibilität gegenüber der Veränderung spielt hier eine große Rolle.


Das Berufsleben ist stets dynamisch und fordert eine ständige Auseinandersetzung mit der eigenen Person und den anstehenden Veränderungen. Dabei können uns verschiedene Ressourcen, wie der Austausch mit Kollegen oder Seminare, helfen zu reflektieren und uns neu auszurichten. Die Kompetenzen Selbstreflexion und Veränderungsbereitschaft gehören daher unweigerlich zusammen.

Wer sich selbst nicht reflektieren kann, der kann sich auch nicht verändern.


Folgende Fragestellungen habe ich mir überlegt, die helfen können, anstehenden Veränderungen schrittweise zu begegnen:

  • Wo befinde ich mich?
  • Wo will ich hin?
  • Was sind meine Stärken und Schwächen?
  • Welche Neuerungen stehen an?
  • Wo muss ich mich weiterentwickeln?
  • Welche Ressourcen können mir dabei helfen die Veränderungen umzusetzen?  


Wenn wir uns also mit uns selbst auseinandersetzen und uns stets über unser Umfeld informieren, werden wir uns auf jeden Fall automatisch persönlich und fachlich weiterbilden und -entwickeln.

Veränderungen sind immer eine Herausforderung, die man meistern muss, und gleichzeitig eine große Chance.

Ich fühle mich gut, wenn ich diese Herausforderung annehmen kann und weiß, dass ein neuer Abschnitt beginnt. Etwas Neues ist auch immer etwas Spannendes und Herausforderndes. Die besten Veränderungsergebnisse erzielt man sowieso nur, wenn man zu 100% dahintersteht.

Text: Lena Knappmann

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