Tipps & Tricks für den eigenen Kräutergarten

von Franziska Hübner, 08.08.2018

Küchenkräuter, Würzkräuter oder Heilkräuter –  sie sind wohlriechend, lindern körperliche Leiden und setzen besondere Akzente in allerlei leckeren Gerichten. Bei vielen Menschen finden sie einen kleinen Platz im Garten oder sogar auf dem Balkon. Daher kommt auch der Name Kräutergarten, denn die Kräuter wurden ursprünglich aufgrund der gering benötigten Menge im Garten statt auf Feldern angebaut.

In diesem Blogpost möchte ich Ihnen einige Tipps für Ihren eigenen Kräutergarten mitgeben und werde Ihnen auch folgende Fragen beantworten: Wie pflanze ich Kräuter an? Wie pflege ich sie? Was ist im Vorfeld zu beachten? Und was kann ich mit den Kräutern alles machen?

Pflanzung/Einsaat

Wenn Sie Ihren eigenen Kräutergarten planen, sollten Sie auf jeden Fall auf den Standort achten und zuvor wissen, welche Eigenschaften die jeweiligen Pflanzen mit sich bringen. So sollten Sie mehrjährige Kräuter unbedingt in den hinteren Reihen und die zweijährigen Pflanzen in den vordersten Reihen pflanzen. Durch diese systematische Pflanzung gelingt es Ihnen bei Umpflanzmaßnahmen die Pflanzen nur gering oder gar nicht zu beanspruchen.

Die Einsaat von einjährigen Kräutern erfolgt im Frühjahr. Dabei können diese auch sehr gut in kleinen Tetra Pak-Packungen untergebracht werden. Mehrjährige Kräuter sollten Sie getrennt von den einjährigen Kräutern anbauen, um Ihnen genug Platz zur Entfaltung zu verschaffen.

Pflege

Bei der Pflege Ihrer Kräuter spielt auch die Wässerung eine große Rolle. Stark wachsende Kräuter mit großem Blattvolumen benötigen viel Flüssigkeit, da sie sehr viel Wasser über die Blätter verdunsten. Mediterrane und mehrjährige Kräuter, wie Lavendel und Rosmarin, benötigen dagegen eher wenig Flüssigkeit. Allerdings sollten Sie diese regelmäßig zurückschneiden, am besten im Frühjahr.

Aufgrund der ätherischen Öle, die eine Scheuchwirkung auf Insekten ausüben, sind Kräuter eher selten von Schädlingen befallen. Diese Wirkung können Sie durch die Pflanzung verschiedener Kräuter verstärken. Sollten dennoch einige Ihrer Kräuter befallen sein, verwenden Sie nur Hausmittel wie Brennnesseljauche oder ähnliche, für Mensch und Tier ungefährliche Mittel.

Ernte und Verwendung

Auch bei der Ernte gilt es einiges zu beachten. Die Kräuter verlieren nämlich am Nachmittag, nachts und an regnerischen Tagen ihre Qualität. Nach regnerischen Tagen sollten Sie unbedingt mindestens zwei Tage mit der Ernte warten. Idealerweise ernten Sie die Kräuter, wenn Sie diese zum Kochen benötigen.

Gut zu wissen ist auch, dass frische Kräuter, in Plastikbeuteln verpackt, bis zu drei Tage im Kühlschrank gelagert werden können.

Natürlich sind auch einige Kräuter wunderbar zum Trocknen geeignet. Dazu bündeln Sie die Kräuter nach der Ernte und hängen Sie diese für drei Tage an einen warmen und trockenen Ort. Danach können die Kräuter in einer Dose sowie an einem dunklen Ort gelagert werden und sind somit bis zur Ernte im nächsten Jahr haltbar.

Ob zum Kochen, Trocknen, für das eigene Pesto, zum Einlegen in Öl, zum Einfrieren oder vielleicht sogar für Cremes - Kräuter sind vielfältig einsetzbar und verschaffen das gewisse Etwas. Auch der Anbau in Ihrem Garten kann ein Hingucker sein. Verschiedene Konstellationen wie das Kräuterrad, die Kräuterschnecke oder der Bau eines Kräuterkastens können Ihrem Garten oder Balkon einen gewissen Charme verleihen. Bereits der kleine Tetra-Pak-Kräutergarten verhilft Ihrer Küche zu einer kulinarischen Ausstrahlung.

Entdecken Sie den vielfältigen Einsatz von den wohlriechenden Pflanzen und lassen Sie sich von Ihren Kräutern inspirieren.

Text: Lena Knappmann / Bild: AdobeStock

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