Werkzeuge wirksamer Unternehmensführung (Teil 5) - Persönliche Arbeitsmethodiken für mehr Erfolg und weniger Aufwand

von Peter Knappmann, 28.11.2018

Mehr Erfolg mit weniger Aufwand! Sorgfältig geplante Strategien sind Resultate einer strukturierten Arbeitsmethodik. Der Erfolg eines jeden Unternehmens ist somit das Ergebnis einer systematischen Vorgehensweise der Mitarbeiter und Manager. Dabei beeinflussen klare Arbeitsregeln, Kontrollinstrumente und die Führung direkt und umfassend die Wirksamkeit des Unternehmens.

Stress, Hektik oder gesundheitliche Schäden treten oftmals durch eine unzufriedenstellende Arbeitsmethodik auf. Auch mangelnde Resultate und Erfolge von Managern sowie von Mitarbeitern lassen sich auf eine schlechte Arbeitsmethodik zurückführen. Dabei liegt es nicht daran, dass die geforderte Arbeit zu hart oder zu viel ist. Der Grund des Übels liegt in einer ineffizienten sowie sinn- und ergebnislosen Arbeitsweise. Selbst der gebildetste Mensch mit den genialsten Eigenschaften, Fähigkeiten oder Talenten ist für das Unternehmen wertlos, sobald er keine entsprechende Arbeitsmethodik vorweisen kann. Denn ohne eine wirksame Arbeitsmethodik liegt ungenutztes Potential brach.

Oftmals wird einer strukturierten Arbeitsweise vorgeworfen, dass sie keinen Raum für Kreativität zulässt. Allerdings steht einer methodischen und systematischen Vorgehensweise einer kreativen Arbeit nichts im Wege. Die großen Köpfe arbeiten stets mit System und Disziplin. Denn das ist der Schlüssel zur Nutzung von Talenten.

Viele Berufseinsteiger, aber auch erfahrene Mitarbeiter und Manager, müssen sich eine eigene wirksame Arbeitsmethodik aneignen. Mit den folgenden drei Punkten möchte ich Ihnen die Grundlagen einer eigenen Arbeitsweise darlegen.

1. Persönlich und individuell

Die Arbeitsmethodik eines jeden Mitarbeiters oder Managers ist stets persönlich und individuell. Sie wird durch verschiedene Medien, wie z.B. Seminare, aber auch durch Bücher vermittelt. Dabei gilt es zu beachten, dass es sehr viele und verschiedene Methodiken und Systematiken gibt. Jeder Mitarbeiter und Manager entwickelt stets seine eigene, individuelle Kombination von Methoden und Techniken.

2. Abhängig von Rahmenbedingungen und Umständen

Die eigene Arbeitsmethodik entwickelt sich in Abhängigkeit von den individuellen Eigenarten der Menschen. Ob die ausgeübte Tätigkeit, die Stellung innerhalb der Organisation, das Alter, der Reisebedarf oder die Infrastruktur – sie alle setzen den Rahmen zur Entwicklung einer eigenen Arbeitsmethodik. Auch die Organisation, der Chef oder die Branche spielen hier eine große Rolle. Vor allem Erfahrungen mit ehemaligen Chefs und zufällig erworbene Gewohnheiten prägen die Arbeitsweise.

3. Regelmäßige Überprüfung und Anpassung

Zu einer wirksamen Arbeitsmethodik gehört auch die regelmäßige Prüfung der Tauglichkeit. Die eigene Arbeitsweise sollte stets hinterfragt und eventuell angepasst oder radikal verändert werden. Dies sollte in etwa alle drei Jahre, bei der Übernahme einer neuen Aufgabe und bei jeder Beförderung, geschehen. Jede wesentliche Veränderung der Situation bedarf einer Tauglichkeitsprüfung der eigenen Methoden und Techniken.

System und Disziplin sind der Schlüssel zum Erfolg. Dabei sind diese stets persönlich und individuell und lassen sich nicht verallgemeinern. Sie sind abhängig von Situationen und bedürfen einer regelmäßigen Überprüfung. Das „Was“ lässt sich verallgemeinern, das „wie“ ist allerdings immer sehr individuell.

Sie als Führungskraft sollten mit diesem Wissen stets Ihre Mitarbeiter bei der Findung und Entwicklung ihrer eigenen Arbeitsmethodiken unterstützen und ggf. mit Schulungen/Seminaren begleiten. Denn wir sind uns doch einig: Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource im Unternehmen und eine kontinuierliche Förderung und Weiterentwicklung steigert in jedem Fall den Unternehmenserfolg!

Text: Lena Knappmann / Foto: AdobeStock

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