KNAPPMANN Symposium 2026

Blick ins Publikum beim KNAPPMANN Symposium in Elsdorf.

Wie gelingt der Strukturwandel im Rheinischen Revier? Welche Chancen entstehen aus dem Ende der Braunkohle und was braucht es, um aus Zukunftsvisionen konkrete Projekte zu machen?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich unser erstes KNAPPMANN Symposium „Zukunftsregion Rheinisches Revier“ am 15. Oktober 2026 im Forum :terra nova in Elsdorf. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Planung, Immobilienwirtschaft, Industrie und Bauwirtschaft kamen zusammen, um über die Entwicklung einer Region im Wandel zu diskutieren.

Sie konnten nicht dabei sein? Kein Problem! Auf unserer Veranstaltungsseite stehen die Präsentationen der Referierenden zum Download bereit. So können Sie die wichtigsten Inhalte und Impulse unseres Symposiums auch im Nachgang nachvollziehen.

Strukturwandel zwischen Vision und wirtschaftlicher Realität

Nach der Begrüßung durch Laura Knappmann und den Elsdorfer Bürgermeister Andreas Heller (Stadt Elsdorf) eröffnete Landrat Frank Rock (Rhein-Erft-Kreis) den fachlichen Austausch mit einem Blick auf die wirtschaftlichen Herausforderungen des Rheinischen Reviers.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Region auch nach dem Kohleausstieg ein attraktiver Industriestandort bleiben kann. Frank Rock betonte insbesondere die Bedeutung einer verlässlichen Energieversorgung, leistungsfähiger Infrastruktur und verfügbarer Gewerbeflächen für zukünftige Unternehmensansiedlungen. Die geplanten Investitionen von Microsoft seien ein wichtiges Signal, gleichzeitig brauche es konkrete Voraussetzungen, damit neue Unternehmen und Arbeitsplätze entstehen können. Seine zentrale Botschaft: Der Strukturwandel muss wirtschaftliche Perspektiven schaffen und die industrielle Stärke der Region erhalten.

Blick ins Publikum beim KNAPPMANN Symposium in Elsdorf.
Diskussionsrunde beim KNAPPMANN Symposium in Elsdorf
vl.n.r. Christian Rast, Thomas Muchow, Boris Linden, Christa Reicher, Peter Menke

Vom Masterplan zur neuen Landschaft

Welche räumlichen Perspektiven sich aus dem Strukturwandel ergeben, stand im weiteren Verlauf im Mittelpunkt. Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher von der RWTH Aachen beleuchtete die übergeordnete Entwicklung des Rheinischen Reviers und die Bedeutung einer ganzheitlichen Planung.

In der anschließenden Podiumsdiskussion tauschte sie sich mit Boris Linden (Neuland Hambach GmbH), Christian Rast (indeland GmbH) und Thomas Muchow (Stiftung Rheinische Kulturlandschaft) über die Chancen und Herausforderungen der Regionalentwicklung aus. Deutlich wurde, welches Potenzial in der Transformation der ehemaligen Tagebaulandschaften liegt. Aus den heutigen Abbaugebieten sollen langfristig neue Seenlandschaften, Wirtschaftsstandorte und lebenswerte Räume entstehen. Dabei gilt es, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und die Entwicklung der Region über kommunale Grenzen hinweg zu denken.

Die IGA als Impulsgeber für die Regionalentwicklung

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle Internationaler Gartenausstellungen als Motor für nachhaltige Stadt- und Landschaftsentwicklung.

Horst Fischer (IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH) zeigte anhand der IGA 2027 im Ruhrgebiet auf, welche Impulse solche Großprojekte für die Entwicklung ganzer Regionen setzen können.

In der anschließenden Podiumsdiskussion standen gemeinsam mit Volker Mielchen (Zweckverband Landfolge Garzweiler), Dr. Achim Schloemer (Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH), Meike Jungbluth (MineReWIR), Josef Mennigmann (Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW) sowie Marcel Wiegard vom bdla NRW die Perspektiven für die geplante IGA Garzweiler 2037 im Mittelpunkt.

Dabei geht es um weit mehr als die Gestaltung neuer Grünflächen: Die Verbindung von Landschaft, Infrastruktur, Tourismus und wirtschaftlicher Entwicklung eröffnet Chancen für eine ganze Region. Entscheidend ist, dass die entstehenden Konzepte langfristig tragfähig sind und bereits frühzeitig unterschiedliche Interessen und Anforderungen berücksichtigen.

Diskussionsrunde beim KNAPPMANN Symposium in Elsdorf
v.l.n.r. Horst Fischer, Meike Jungbluth, Josef Mennigmann
Podiumsdiskussion auf dem KNAPPMANN Symposium in Elsdorf.
v.l.n.r. Josef Mennigmann, Dr. Achim Schloemer, Marcel Wiegard
Podiumsdiskussion beim KNAPPMANN Symposium in Elsdorf.
v.l.n.r. Raphael Jonas, Jörg Kranz, Peter Knappmann, Fritz von Mangoldt, Stefan Bahrenberg
Podiumsdiskussion auf dem KNAPPMANN Symposium in Elsdorf.
Achim Bassa

Von der Vision in die Umsetzung: Gemeinsam Zukunft gestalten

Zum Abschluss rückte die konkrete Realisierung der anstehenden Transformationsprojekte in den Fokus. Stefan Bahrenberg vom Bauindustrieverband NRW beleuchtete in seinem Vortrag die Perspektive der Bauwirtschaft. In der anschließenden Podiumsdiskussion tauschte er sich mit Raphael Jonas (IHK Aachen), Fritz von Mangold (Hagedorn Unternehmensgruppe), Jörg Kranz (Heitkamp Unternehmensgruppe), Achim Bassa (kzp Projekt- und Flächenentwicklung) und Peter Knappmann (KNAPPMANN Unternehmensgruppe) über die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung aus.

Deutlich wurde: Der Strukturwandel verlangt nicht nur langfristige Visionen, sondern auch Mut, Flexibilität, verlässliche Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Unterschiedliche Erwartungen müssen zusammengeführt, Planungsprozesse beschleunigt und Investitionen ermöglicht werden.

Genau hier setzt unser KNAPPMANN Symposium an. Bereits seit 2012 schaffen wir mit unseren Zukunftsdialogen Raum für den interdisziplinären Wissensaustausch. Mit dem ersten Symposium im Rheinischen Revier führen wir diesen Gedanken weiter und bedanken uns bei allen Referierenden, Diskussionsgästen und Teilnehmenden für die wertvollen Impulse und den offenen Dialog. Denn die Zukunft einer Region entsteht dort, wo aus gemeinsamen Ideen konkretes Handeln wird.

Unser Symposium im Video

Spannende Vorträge, lebendige Diskussionen und persönliche Einblicke: Unser Veranstaltungsfilm lässt das KNAPPMANN Symposium noch einmal Revue passieren. Referierende und Teilnehmende teilen ihre Perspektiven zur Zukunft des Rheinischen Reviers.

▶️ Jetzt den Veranstaltungsfilm auf YouTube ansehen!


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